Fremd-Kontakt

PRESSEMITTEILUNG

15.01.2018

Jugendstiftung just der Diözese Rottenburg-Stuttgart verleiht

Innovationspreis „Geistesblitz“ für das Projekt der Kirchengemeinde Korntal-Münchingen

Korntal/Wernau. Die Jugendstiftung just der Diözese Rottenburg-Stuttgart hat den mit 1.000 Euro dotierten Innovationspreis „just-Geistesblitz“ an das Projekt „Fremd-Kontakt“ der katholischen Kirchengemeinde St. Joseph in Korntal-Münchingen verliehen. Die Projektbeteiligten gingen der Frage nach, was passiert, wenn sich zwei Menschen, die sich nie zuvor getroffen haben, gebeten werden, sich für ein Foto zu berühren. Herausgekommen ist ein Fotokalender, der zeigt, wie nah einem Fremde werden können.

 

Ein Fernsehbericht hatte Luise Schadt, Jugendreferentin der Seelsorgeeinheit Strohgäu, auf ein Foto-Projekt zweier Künstler aus Bern aufmerksam gemacht. Diese hatten die Idee, den Erstkontakt zweier Menschen fotografisch zu dokumentieren. „Das brauchen wir hier auch“, dachte sich die Jugendreferentin und machte dann gemeinsam mit Schülern des Gymnasiums Korntal-Münchingen daraus ihr eigenes Projekt. Mehrere Nachmittage zogen die Jugendlichen mit Fotokameras ausgerüstet durch Korntal und forderten fremde Menschen dazu auf, sich gegenseitig zu berühren und dabei fotografiert zu werden. Die Ergebnisse des Fotoprojekts waren in einer Ausstellung im Rathaus der Stadt Korntal zu sehen, mit deren Unterstützung auch ein Jahreskalender aus den Projektbildern entstanden ist.  

Ins Rennen um den Innovationspreis „ just-Geistesblitz 2017“ gingen 23 Projekte, die alle im vergangenen Jahr eine Unterstützung durch die Jugendstiftung just erhielten. Die Auswahl fiel den Stiftungsräten und Stiftungsrätinnen nicht leicht, zum Schluss setzte sich „Fremd-Kontakt“ mit 6:5-Stimmen durch.  „Das schmälert nicht den Erfolg des Projekts, sondern zeigt, dass wir viele sehr gute Jugendprojekte in der Diözese haben“, sagte Geschäftsführerin Steffi Oeben.

Besonders überzeugt hat den Stiftungsrat, dass das Projekt in einer Zeit, der zunehmenden Entfremdung und des Abstandhaltens einen Gegenpol setzt. Nicht Misstrauen und Vorsicht, sondern ein Aufeinanderzugehen, ein sich Grüßen, ein sich Wahrnehmen  sind das Ziel des Projekts „Fremd-Kontakt“. Es fordert, dass sich fremde Menschen - und sei es auch nur für einen kurzen Moment - aufeinander einlassen.

Doch nicht nur die Foto-Modelle kostete die Aktion Überwindung, sondern auch die Schülerinnen und Schüler des Korntaler Gymnasiums waren gefordert, als es darum ging, fremde Menschen anzusprechen und sie für ihre Idee zu begeistern. Es stellte sich also ein Lernerfolg auf mehreren Seiten ein. „Und nicht zuletzt überzeugte den Stiftungsrat, dass Sie, Frau Schadt und Pfarrer Ott, das Projekt mit viel Herzblut und Elan umgesetzt haben“, lobte die Geschäftsführerin.

Finanziell unterstützt wurde das Projekt von der Kirchengemeinde St. Joseph, der Gemeinde Korntal-Münchingen und durch den Fördertopf „Grenzgänger“ der Jugendstiftung just. Mit dem Förderschwerpunkt „Grenzgänger“ finanziert die Jugendstiftung der Diözese Rottenburg-Stuttgart Projekte, die in Kooperation mit anderen Trägern entstehen und so das Potential haben, eine größere Wirkung zu erzielen.












 

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