Recht und Steuern

Der Stifterfonds

Der Stifterfonds ist rechtlich gesehen eine Zustiftung, bietet dem Stifter jedoch Gestaltungsmöglichkeiten wie in einer eigenen Stiftung. So können Sie für Ihren Stifterfonds einen eigenen Namen und einen bestimmten Förderzweck wählen. Damit Ihr Engagement Transparenz zeigen kann, wird der Stifterfonds – wie bei einer eigenen Stiftung – buchhalterisch separat geführt. Die Verwendung der Stiftungserlöse wird in einer Vereinbarung geregelt.

 

Die Stiftung in treuhänderischer Verwaltung

Die Stiftung ist nach außen zwar kein eigenes Rechtssubjekt, wird aber vom Finanzamt als eigenes Steuersubjekt geführt und erhält deswegen eine eigene Steuernummer. Nach draußen wird sie vom Rechtsträger vertreten, nach innen entscheiden Sie autonom.

Die Mehrzahl der Stiftungen in Deutschland sind in treuhänderischer Verwaltung.

Sie gründet sich auf eine Stiftungssatzung und einen Treuhandvertrag, den der Stifter mit dem Treuhänder seiner Wahl abschließt. Für diese Stiftungen tritt "just" als rechtsfähige, gemeinnützige und kirchliche Stiftung, als Treuhänder auf. Durch diese Konstruktion entfallen, für diese Stiftungen, aufwändige Genehmigungsverfahren und Verwaltungsaufgaben.

 

Die rechtsfähige Stiftung

Eine rechtsfähige Stiftung wird durch ein Stiftungsgeschäft errichtet. Dabei handelt es sich um eine Willenserklärung des Stifters, die entweder zu Lebzeiten abgegeben oder in einem Testament festgehalten wird. Die Stiftung ist eine eigene Rechtsperson und erlangt ihre Rechtsfähigkeit mit behördlicher Genehmigung, bei einer kirchlichen Stiftung durch den Diözesanverwaltungsrat der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Die staatliche Anerkennung erfolgt durch die Stiftungsbehörde im Regierungspräsidium und bei kirchlichen Stiftungen durch das Kultusministerium. Die Ausübung der Rechtsfähigkeit und die Verwaltung einer rechtsfähigen Stiftung sind sehr komplex. Bei der Umsetzung des Stifterwillens ergeben sich aber keine Vorteile gegenüber einer Stiftung in treuhänderischer Verwaltung. Darum rät just von einer solchen Konstruktion ab.

 

Steuervorteile

Privatpersonen und Unternehmen können bis zu einer Million Euro steuerlich wirksam in das Vermögen einer Stiftung einbringen. Ehepaare können diesen Betrag verdoppeln. Diese Regelung gilt unabhängig davon, ob die Stiftung neu gegründet wird oder bereits seit längerer Zeit besteht. Die gestiftete Summe kann flexibel innerhalb von zehn Jahren steuerrechtlich in Abzug gebracht werden.

Unabhängig davon können Stifter und Zustifter zusätzlich jährlich bis zu 20 Prozent des steuerpflichtigen Gesamtbetrags ihrer Einkünfte, steuerlich wirksam, in eine gemeinnützige Stiftung als Zustiftung oder Spende einbringen.

Wird geerbtes Vermögen innerhalb von zwei Jahren an eine gemeinnützige Stiftung übertragen, entfällt für diesen Betrag komplett die Erbschaftssteuer. Gleiches gilt für die Schenkungssteuer. Näheres dazu erfahren Sie von Ihrem Steuerberater.












 

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