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2013

Jugendkirche St. Josef

Ein jugendspirituelles Zentrum – davon träumen Jugendliche im Dekanat Göppingen-Geislingen. Und sie sind auf einem guten Weg: Was als mobile Jugendkirche im Dekanat angefangen hat, ist nun in der Gemeinde St. Josef heimisch geworden. Allerdings benötigt es Zeit, Engagement und auch Geld, um ein Gotteshaus so auszustatten, dass darin Jugendgottesdienste gefeiert werden können. Am wichtigsten war für die Göppinger, dass die Lichtverhältnisse optimal sind, so dass eine „heilige Atmosphäre entstehen kann.“ Also stellten die Jugendlichen einen Antrag bei JUST. Fünf- bis sechsmal pro Jahr wird die rückbaufähige Anlage nun für Jugendgottesdienste genutzt, an denen rund 200 Teens und junge Erwachsene teilnehmen. Nach und nach soll das Zentrum nicht nur der Jugendkirche Heimat sein, sondern durch regelmäßige Nachmittagsangebote auch den Jugendlichen selbst.

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Fördersumme: 5000 Euro

Werde WeltFAIRänderer

Mit 5000 Euro unterstützt die Jugendstiftung "just" die Aktion "Werde WeltFAIRänderer", die an Schulen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart stattfindet. An Schulen in Stuttgart-Weilimdorf, Nürtingen und Ulm veranstaltet die Fachstelle Jugendarbeit und Schule Projektwochen zu den Themen Umwelt, Ressourcen, Nachhaltigkeit und faires Miteinander. Eine Fortführung an weiteren Schulen durch die Gesamtkirchengemeinden ist erwünscht.

Auf dem Schulhof wird ein großes Zelt aufgeschlagen, in dem es darum geht, wie jeder einzelne durch sein Denken, Verhalten und Tun die Welt verändern kann, sei es im sozialen Umgang untereinander oder durch eine nachhaltige Lebensweise.
Im Zelt selbst gibt es z. B. eine Video-Clip-Station, die zum Nachdenken anregt und eine Chill-Out-Ecke mit WeltFAIRänderer-Songs. Bei anderen Stationen können die SchülerInnen Stellung beziehen, wie es mit ihrem persönlichen, ökologischen Fußabdruck aussieht, bzw. auch ihr Wissen in einem Umwelt-Checker überprüfen. In der Zeltbar gibt es fair gehandelten Kaffee und Tee sowie faire Schokoriegel und Kekse.
Neben den Stationen besuchen die Schulklassen Workshops im Zelt. Dort arbeiten sie mit altersgerechten Methoden zu den sozialen und ökologische Aspekten des WeltFAIRänderns. Durch das Projekt sollen junge Menschen dafür sensibilisiert werden, wie sie fair mit sich, mit anderen und mit der Umwelt umgehen können. Die WeltFAIRänderer möchten darauf aufmerksam machen, dass die Ressourcen in unserer Welt nicht unerschöpflich sind und jeder einen Teil dazu beitragen kann, die Welt ein Stück besser und gerechter zu machen. Es geht darum, nicht nur darüber zu sprechen, sondern auch aktiv zu handeln. So kann z.B. die Gründung einer Energiespar-AG an der Schule oder ein Blumenpflanz-Flashmob ein erster Anfang sein. Getreu unserem Motto: "Das Wenige, das Du tun kannst, ist viel. - lokal handeln und global denken."

Durch die Projektarbeit an Schulen wird das wichtige Thema der Nachhaltigkeit auf interessante und positive Weise in den Lern- und Lebensbereich von SchülerInnen eingebracht. Dabei setzt das WeltFAIRändererprojekt bewusst da an, wo der Lehrplan aufhört. Ziel des Projekts ist nicht die Beschränkung auf eine reine Wissensvermittlung, sondern Kinder und Jugendliche zu ermutigen, aktiv zu handeln und sich für Nachhaltigkeit zu engagieren.

Desweiteren verstehen sich die WeltFAIRänderer als Impulsgeber und Initiator für lokale Kooperationen, um die Vernetzung lokaler Partner vor Ort zu etablieren und so eine Politik der Nachhaltigkeit auf den Weg zu bringen. Es geht hierbei insbesondere darum, dass die TeilnehmerInnen der Workshops ihre Einfluss- und Partizipationsmöglichkeiten erkennen.

Da die Weltfairänderer-Wochen jeweils mit ortsansässigen Kooperationspartnern wie Jugendreferaten, Jugendverbänden und weiteren Gruppierungen oder Initiativen vorbereitet, durchgeführt und reflektiert werden, entsteht eine enge Vernetzung der einzelnen Ebenen und auch zum Lebensraum Schule. Die Kooperationspartner aus der örtlichen Jugendarbeit organisieren u.a. das Rahmenprogramm der WeltFAIRändererwoche mit unterschiedlichen Angeboten und Ideen. So kann z.B. die ortsansässige KjG zu einem Humantablesoccer-Turnier einladen oder der Jugendgottesdienst der Gemeinde findet im Zelt auf dem Schulhof statt und nicht wie gewohnt in der Kirche oder die BDKJ Dekanatsversammlung tagt im Zelt oder die Hiphop-AG der Schule tritt im Zelt auf und bietet einen Workshop für Interessierte an. Es ist hier vieles denkbar und möglich. Das Rahmenprogramm geht auf die lokalen Bedürfnisse und Gegebenheiten ein, nicht selten entstehen daraus weiterführende Kooperationen.

Das Projekt dauert bis Juli 2014.

Graffiti für interkulturelle Verständigung

Mit Straßenkunst zur interkulturellen Verständigung beitragen, das war das Ziel der keb Esslingen. Das Projekt hat dem Stiftungsrat der Jugendstiftung "just" so gut gefallen, dass es auch den mit 500 Euro dotierten Innovationspreis "just Geistesblitz" erhalten hat.

Das Graffiti-Projekt in Esslingen zeichnet besonders die vielfältigen Kooperationen aus: einerseits mit dem Moscheeverein, andererseits mit dem Kommunalen Jugendbüro und dem Katholischen Jugendbüro Esslingen. Hinzu kommt noch die Zusammenarbeit mit den 12 jungen Künstlern, die von einem professionellen und erfahrenen Graffiti-Sprayer angeleitet wurden. Doch bevor sie sich daran machten, die 52,5 Meter lange Fußgängerunterführung an der Ulmer Straße in Höhe der Esslinger Moschee zu gestalten, überlegten sie sich zuerst, wie sich das Zusammenleben von Menschen verschiedener Herkunft künstlerisch darstellen lässt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Vielfalt der Farben entspricht der Pluralität der Gesellschaft. Wichtige Begriffe wie Respekt, Toleranz und Offenheit werden thematisiert, diese Begriffe sind interkulturell verbindend. Dies drückt auch das von der Moscheegemeinde vorgeschlagene Motto: „Es geht nur miteinander!“ aus.
Adalbert Kuhn, Leiter der keb Esslingen und Initiator des Projekts, fasst das Ergebnis so zusammen: „Junge Erwachsene gestalten den öffentlichen Raum mit und setzen sich mit Ihrer Kunst für gutes Zusammenleben ein.“

Das Projekt wurde auch seitens der Kommune als sehr gelungen empfunden: "Bei einem solchen Projekt gebührt der Dank in erster Linie allen Engagierten. Es ist schön zu sehen, wie sich junge Menschen mit dem öffentlichen Raum identifizieren und einer etwas in die Tage gekommenen Unterführung mit neuer Farbe wieder Leben einhauchen. Neben der gelungenen künstlerischen Gestaltung gefällt mir auch das animierende und positive Motto "Es geht nur miteinander". Wer sich Zeit zur Betrachtung nimmt, der entdeckt die eigentliche Botschaft des Gesamtkunstwerkes: Vertrauen, Toleranz, Respekt und Frieden - und das sind nur einige der Bausteine, aus denen heraus sich eine gelungene interkulturelle Verständigung entwickeln kann", sagt Esslingens Oberbürgermeister Dr. Jürgen Ziegler.

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Förderzusage: 1000 Euro.

"Nah dran"

Jung und alt begegnen sich: Das Sozialprojekt nah dran!
Ob das wohl gut geht? Das war zu Beginn des Projektes eine häufige Frage. Nach einem halben Jahr gibt es jetzt die Antwort: Es ging gut, und wie! Ein Besuchsdienst von Jugendlichen für altgewordene Menschen war in Tettnang Neuland. Jung und alt, so war das Ziel des Projektes, sollten miteinander in Kontakt kommen. Das, so bestätigt Projektleiter Benjamin Sigg, war ein voller Erfolg. „Am Ende des Projektes wollten viele ältere Menschen ihre Besucher gar nicht mehr gehen lassen. Da sind richtig tolle Beziehungen entstanden“, sagt Sigg, der als Pastoralassistent in der Kirchengemeinde St. Gallus in Tettnang tätig ist.
Vier Monate lang haben 23 Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren ihre Klienten besucht, jeweils ein bis zwei Stunden in der Woche. Sie haben gespielt, einen Spaziergang gemacht und sind sich so Woche für Woche näher gekommen. Die Lebenswelt ihrer Klienten war für einige Jugendliche zunächst etwas ungewohnt. Die Jugendlichen begegneten Gebrechlichkeit und Demenz oder hörten viele Geschichten von früher. Gleichzeitig konnten sie mit ihren Erzählungen frischen Wind in den Alltag ihrer Klienten bringen, die sie zum Abschluss des Projektes gar nicht mehr gehen lassen wollten.
Das Projekt nah dran wurde von der Kirchengemeinde, der KSJ Tettnang und der Kirchlichen Sozialstation Tettnang getragen und begleitet.

Förderzusage: 900 Euro

Essen mit Gott in Vaihingen

Aus einer Idee wurde in Stuttgart-Vaihingen Wirklichkeit: Junge katholische und evangelische Erwachsene zwischen 18 und 28 Jahren trafen sich an drei Abenden, um miteinander zu kochen, Musik zu hören und ökumenisch ins Gespräch zu kommen. Für das „Essen mit Gott in Vaihingen“ wurden sie im gesamten Stadtbezirk per Post eingeladen. Der evangelische Jugendreferent Alexander Hoen und der katholische Pastoralreferent Joachim Klopfer, die das Projekt ins Leben riefen, versuchten dabei, Themen der Jungen Erwachsenen zu Themen der Abende zu machen: „Kirche – dienen oder protzen?“ war nur eines davon. Das gemeinsame Kochen in den Jugendräumen der Gemeinden lud dazu ein, locker ins Gespräch zu kommen, und Musik von Tape und Vinyl umrahmte die Abende. Die jungen Erwachsenen – ein spannender Mix aus Konfessionen und Berufen – wollen sich nun weiterhin monatlich treffen. Es soll gekocht und erzählt, diskutiert und geplaudert werden. „Essen mit Gott in Vaihingen“: Essen verbindet - gemeinsamer Glaube geht eben durch den Magen!

Förderzusage: 470 Euro.












 

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